Berliner Meisterschaften der U14

Bei den diesjährigen Landesmeisterschaften der U 14 mischten die VfB-Athleten kräftig mit. Es gab fast ausschließlich persönliche Bestleistungen zu vermerken und darüber hinaus den Gewinn von zwei Goldmedaillen und einer Bronzenen.

Julian Iwanowski: Seit Jahren der beständigste und erfolgreichste VfB-Athlet dieser Altersklasse. Er war lange verletzt und bestritt seinen 1. Freiluftwettkampf in diesem Jahr. Die Trainingsleistungen zeigten eine offensichtlich gute Form – doch was dann am Ende wirklich rauskommen sollte, ließ sich nicht genau abschätzen. Die Erfahrung zeigt jedoch, wenn es darauf ankommt, ist er voll da.

In seinem 75m Vorlauf hatte er große Probleme auf den ersten 10m der Startphase das Gleichgewicht zu halten. Ihm gelang es dann aber im Laufe des Rennens seine Stärken auszuspielen. 10,14 Sek. bedeuteten die drittschnellste Vorlaufzeit und souveräne Endlaufqualifikation. Um diese Medaille nicht zu gefährden und Kräfte zu sparen, haben wir dann auf den Weitsprungwettbewerb verzichtet. Im Endlauf gab es leider wieder – kleinere - Probleme in der Startphase, es folgte jedoch ein fulminantes Rennen. Am Ende standen außergewöhnlich gute 9,85 Sek. und der Gewinn der Bronzemedaille. Der Abstand zum Viertplatzierten betrug mehr als 3/10 Sekunden!

Als nächster Wettbewerb folgte das Kugelstoßen. Nach den gemeldeten Vorleistungen der Teilnehmer, war eine Platzierung unter den ersten acht möglich. Was dann folgte, war ein Auftritt welchen man auch als Trainer nur selten sieht: Die bisherige Bestleistung stand bei 7,78m. Julians erster Stoß landete bei 9,05m. Donnerwetter! Bis zum 5. Versuch steigerte er sich in jedem Stoß bis zu 10,00m. Er lag vor dem letzten Durchgang auf Rang 2. Der Führende hatte 10,27m stehen. Ein weiterer Konkurrent stieß dann noch 10,13m. Dann kam Julians letzter Versuch: 10,33! Er hatte also mit dem letzten Versuch die Goldmedaille im Kugelstoßen gewonnen. Das Kugelstoßen sollte hier eigentlich nur zur Zeitüberbrückung im Wettkampf dienen. Athlet und Trainer waren fassungslos ob dieser Sensation.

Als letztes startete Julian dann noch im Hochsprung. Hier schaffte er mit guten 1,46m und persönlicher Bestleistung den 5. Platz.


Jamain Tappendorf: Er schloss sich erst im Frühjahr dem VfB an, nachdem im Sportunterricht auffiel, dass er ein Talent für den Hochsprung hat.

Auch er startete jedoch zuerst im Sprint: 10,80 Sek bedeutete – überraschend – die Qualifikation für den Endlauf. Hier folgten 10,77 Sek. und der 6. Rang. Das war schon mal sehr gut. Bei Jamain sieht es so aus, als wenn er erst bei 50m richtig anfängt zu sprinten, er benötigt eine lange Beschleunigungsphase. Wenn die Strecke 100m lang wäre, ja dann…..

Dann kam der Hochsprung. Die Anfangshöhe (welche für die AK M 12 mit 1,30 sehr hoch ist) meisterte er souverän. Bei 1,36m zeigte er jedoch Nerven. Die ersten beiden Versuche wurden gerissen. Das ist eine Höhe, die er derzeit im Training jederzeit locker überspringen kann. Im 3. Versuch klappte dann aber alles. Bei 1,40m waren nur noch ein Mitbewerber und Jamain im Wettkampf. Jamain überquerte die Latte im ersten Versuch! Der Konkurrent scheiterte drei Mal. So kam Jamain nach vier Monaten Leichtathletik zu seiner ersten Berliner Meisterschaft.

Karina Sacksofsky: Ist auch erst seit vier Monaten dabei. Startete im Sprint und Weitsprung. Lief in 11,56 Sek. eine gute Zeit über 75m.

Dann kam der Weitsprung: Die ersten beiden Versuche waren bei 3,99m und 4,01m. Im 3. Versuch flog sie, und flog und flog sehr weit. Aber leider ca. 0,5cm übergetreten. Das war sehr ärgerlich. Ihr großes Potential ist aber klar erkennbar und wir werden wohl noch viel Freude mit ihren zukünftigen Leistungen haben.

Cecile Dettke: Sie startete über 800m mit dem Ziel sich erneut zu verbessern. Sie lief ein gleichmäßiges und konstantes Rennen und wurde am Ende mit neuer Bestzeit belohnt: 3:02,11 Sek. Beim nächsten Rennen werden dann wahrscheinlich auch die 3 min. fallen…..

Simon Trampenau: Begann den Wettkampf mit der Speerwurfkonkurrenz. Mit 20,76m stellte er hier einen neuen Vereinsrekord auf. Über 800m lief er erneut persönliche Bestzeit: 2.49,04 Min.

Lorenz Beer: Auch Lorenz verbesserte sich erneut über die 800m Distanz. 2:50,29 Min standen am Ende zu Buche. Mit dem Altersklassenwechsel im kommenden Jahr hin zur U 16 ergeben sich auch für ihn noch weitere Perspektiven. Noch etwas längere Strecken dürften ihm liegen…..

Holger Twele