Havellandspiele


Im Sport lassen sich Leistungen nicht vorhersagen – erst recht nicht erzwingen. Das ist auch gut so, denn es ist Sport.

Im Training hatte Nele Weißhahn schon häufig über die 25 m-Marke geworfen. Das weckt bekanntlich Erwartungen. Sie weiß, sie kann das und will das selbstverständlich im Wettkampf bestätigen.

Als im letzten Jahr lediglich ein paar Probewürfe aus dem Käfig geworfen wurden, war nicht an eine Entwicklung zu denken, die die junge Athletin in diesem Jahr durchlaufen ist.

Sie hat sich um über 7 m verbessert, ist LG NORD-Beste in diesem Jahr in der U18 und Dritte der U20.

Mit 19,85 m war sie an Position 2 für die DM Team in Lage, in diesem September, gesetzt.

Gerne hätte die Athletin in den Wettkämpfen bis hin zur DM Team bereits die 20 m-Marke geknackt, aber es sollte irgendwie nicht sein. Wir haben darüber berichtet.

So blieben als letzte Möglichkeit, nach dem Saisonhöhepunkt, nur noch die Havellandspiele, im Stadion Hakenfelde, am 22.09.2018, das wahre Leistungsvermögen unter Beweis zu stellen.

Der Erste war der Weiteste, der Zweite ungültig.

Leider wurden die Versuche nicht gemessen, sondern nur „abgesteckt“, sodass eine Orientierung kaum möglich war. Käfig und Sektor waren wohl ebenfalls fernab der IWR. Sei´s drum, das soll keine Entschuldigung sein.

Nele zeigte stabile Weiten und wagte sich im letzten Versuch an die 1 ¼ Drehungen. Irgendwie schien dieser Versuch der weitesten gewesen zu sein, die Schätzung der Kampfrichter sahen jedoch den 1. Versuch weiter: 19,70 m – eine sehr gute Weite, nicht die, die Nele als Ziel hatte, jedoch die drittbeste in diesem Jahr in einem Wettkampf gezeigte Leistung.

Als Trainer kann man nur stolz auf die großartige Entwicklung der Athletin in diesem Jahr sein.

Herzlichen Glückwunsch zu einer tollen Saison!

Michael Kothlow (M65) und Haymo Mahlmeister (M70) nahmen am Kugelstoß-, Diskus- und Sperrwurf teil.


Reinhard Moegelin