LG NORD Berlin weiterhin die Nr. 1 in Berlin


Was vor 2 Jahren glückte, ließ sich an diesem Wochenende wiederholen.

Sowohl die weibliche als auch die männliche U20 der LG NORD Berlin wurden am 04.05.2019 im Stadion Lichterfelde Berlin-Brandenburgische Team-Meister(innen).

Mit 4 Frauen und einem Mann war der VfB vertreten. Unsere Athleten lieferten ein Spektakel an Spitzenleistungen ab.

Trotz der extremen Kälte, einem sehr ungünstigen, weil zu frühem Zeitpunkt in der Saison, reihten sich Rekord an Rekord.

5 Athleten können sich nun Meister ihrer Altersklasse in Berlin nennen. Wie sich in den letzten Jahren gezeigt hat, unsere Nachwuchsförderung bringt die Erfolge.

Michael Götz, der Allrounder: Sein Herz hängt am Stabhochsprung. Und den will er weiter kultivieren. Eigentlich sollte er nur die Punkte „absichern“, weil fast zeitgleich sein 800 m-Start anstand. So gesehen fehlte es ein wenig an der notwendigen Konzentration. Nach 3 Fehlversuchen war Schluss.

Kann der auch 800 m?“, hieß es in den letzten Jahren. Ja, konnte er schon immer, obwohl sein Training nie darauf ausgerichtet war. 400 kann er sehr gut, also müsste auch eine 2. Stadionrunde möglich sein. Bereits im letzten Jahr entpuppte sich Michi als regelrechtes Mittelstreckentalent. Diesmal ließ er es etwas ruhiger angehen, was zu Folge hatte, dass ihn ein Vereinskamerad auf den letzten 100 m heftig attackierte. Doch Michi drehte einfach höher und sorgte für die meisten LG-Punkte auf der Mittelstrecke.

Die Staffel war eigentlich nicht eingeplant. Aber, wie im wahren Leben, legte Nadine Großkopf vom TF ihr Veto ein. Nein, Michi musste noch bis zur Staffel bleiben. Gott sei Dank, muss man sagen, er hätte sonst glattweg die Siegerehrung verpasst...

Nele Weißhahn, die Werferin schlechthin: Der Trainer sähe sie eher im Laufbereich, denn da hat sie sehr gute körperliche Voraussetzungen. Leider warfen sie Verletzungen immer wieder aus der Bahn und so wurde aus dem Test „Diskuswurf“ nun eine Alternativdisziplin. Nele hat bewiesen, dass auch ein Leichtgewicht mit idealen Hebelmaßen, den Diskus sehr weit in die Ferne schleudern kann. Erstmals über 20 m war das Ziel. Eine Verbesserung auf 23 und das gleich im 1. Wurf war eine erfreuliche Überraschung. Dass der Wurf nicht einmal ansatzmäßig perfekt war und nur aus dem Stand geschleudert wurde, ließ an diesem Tag auf eine weitere Leistungsexplosion hoffen. Am Ende reichte es dazu zwar nicht, aber die anwesenden Trainer waren sich einig: Wenn alles klappt, geht’s auf über 30…

Saskia Nafe, die Allrounderin: Ähnlich wie Michi, fühlt sich Saskia im Sprint am wohlsten. Ausprobiert hat sie nahezu alles und der Mannschaft hat sie zu vielen wichtigen Punkten verholfen. So auch an diesem Tag. Mit überragenden Speerwerferinnen ist die LG wahrlich nicht versehen.

Also Saskia, ran an den Speer. Ein paar Übungseinheiten an ihrem neuen Wohnort in Potsdam, ein kleines Vorbereitungssportfest beim dortigen ESV und schon ging es um Punkte für die LG. Als zweitbeste der LG sammelte sie eifrig Punkte und verbesserte zudem ihren eigenen Clubrekord deutlich.

Und, ähnlich wie bei Nele, kein einziger Wurf war richtig perfekt… Auch Saskia könnte mit dem Speer so richtig in die Weite kommen. Sie wird aber wohl doch eher dem Sprint treu bleiben.

Henriette Brüning, die Rekord-Rekordhalterin: Mit dem unangenehmsten Programm an diesem Tage, 800 und 3000 m, war sie nun wirklich nicht zu beneiden. Aber, das hat sie bei der Team-DM-Endrunde gelernt, ihre Punkte sind so, so wichtig.

Als zweitbeste der LG und auch zweitbesten Mittelstrecklerin, musste sie sich nur einer Läuferin beugen. Und die machte für Henriette ein perfektes Rennen. Einen Tick zu langsam auf den ersten 200 m, aber dann nahezu gleichmäßig zu einer Zeit, erstmals unter 2:30.

Cosima Scharf, das Langstreckenwunder: Vor dem abschließenden 3000 m-Lauf lag die LG NORD noch deutlich hinter dem LAC. Für den Gesamtsieg mussten Cosima und Henriette ans Limit gehen. Irgendwie wirkte es schon ein wenig überheblich: Cosima mit Schal und beide mit Turnschuhen und langen Hosen.

Und, obwohl Langstrecke nicht unbedingt Trainers Steckenpferd ist, war das, was beide Athletinnen zelebrierten ein grandioser Schlusspunkt eines aufregenden Sporttages. Nachdem die SCC-Athletin atemberaubend losstürmte, hielt es auch Cosima nicht mehr. Mutig ergriff sie die Initiative und folgte der Spitzenreiterin, wenn auch in gebührendem Abstand. Sie wurde klar Zweite ihres Laufes. Der Vorsprung auf die 1. Athletin des LAC hätte noch nicht unbedingt zur späteren Gold-Medaille für ihr Team gelangt. Es lagen alle Augen auf Henriette. Die war zwar deutlich vor der 2. Läuferin des LAC, aber gut 50 m hinter der 1. Läuferin. Henriette hatte sich ihr Rennen super eingeteilt. Der Rückstand schmolz auf rund 20 m auf den letzten 600 m. Henriettes Angriff vor der letzten Kurve konnte die Gegnerin noch kontern, auf den letzten 100 m gab es aber kein Halten mehr. Cosima und Henriette hatten ihre „Aufgabe“ perfekt erfüllt.

Die Leistungen unserer Athleten erfüllen uns mit Stolz. Wir wünschen ihnen weiterhin viele Erfolge.


Statistik:


Name

AK

Disziplin

Leistung

Bemerkung

Cosima Scharf (U18)

U20

3000 m

11:28,43

PBZ,

CR U18, U20, F

Henriette Brüning (U18)

U20

800 m

02:29,16

PBZ,

CR U18, U20, F

Henriette Brüning (U18)

U20

3000 m

12:20,99


Saskia Nafe

U20

Speerwurf

22,43

PBL,

CR U20

Nele Weißhahn (U18)

U20

Diskuswurf

23,26

PBL,

CR U18, U20, F

Michael Götz

U20

Stabhochsprung

o. g. V.


Michael Götz

U20

800 m

02:09:96

PBZ

Michael Götz

U20

4 x 100 m-Staffel

46,88



Reinhard Moegelin