Berlin-Brandenburgische Langstaffelmeisterschaften


Innerhalb einer halben Woche sammelten 5 VfBer weitere Medaillen bei Berlin-Brandenburgischen Meisterschaften.
Im Stadion Wullenweberstraße fanden am 08.05.2019 die Langstaffelmeisterschaften statt.
Großartig waren wieder einmal unsere Senioren der M70 aufgelegt. Detlef Laße, Michael Kothlow und Günther Hallas (BSC Rehberge) liefen über 3 x 1000 m zum erhofften Gold.

In der Besetzung Bacchetta, Granz, Kelm kam Nicolas Kelm in einem sehr überzeugenden Lauf zu einer überraschenden Bronzemedaille - ebenfalls in der 3 x 1000 m-Staffel.

Als Schlussläufer der LG NORD II-Staffel hatte er einen gehörigen Rückstand auf die führenden Teams. Flott unterwegs auf der ersten Runde, deutlich unter 59 sec, musste er lediglich auf den letzten 200 m dem hohen Anfangstempo Tribut zollen. Dennoch ist die inoffiziell gestoppte 2:38 eine gute Basis für die nächsten Meisterschaften. Vielleicht ist sogar ein Startplatz in der U23 bei den Deutschen Meisterschaften für ihn drin.

Simon Trampenau wurde mit seiner Staffel über die gleiche Distanz Fünfter in der U16.
Überragend waren wieder einmal unsere U18-Frauen über 3 x 800 m. Cosima Scharf, erstmals in einem Mittelstreckenrennen als Startläuferin aufgestellt, machte ihre Sache hervorragend. In einem Massenstart hielt sie sich instinktiv aus dem Gerangel auf den ersten Metern heraus, um dann die favorisierte OSC-Staffel zu attackieren. Ziel war es, „Sichtkontakt“ zum OSC zu halten. Dennoch wurde es ein Wechsel auf „Augenhöhe“ in einer inoffiziellen 2:35. Auch für Henriette Brüning galt: Laufen auf „Sichtkontakt“, um der Schlussläuferin noch eine Chance einzuräumen. In einem furiosen Rennen holte Henriette einen Vorsprung von rund 40 m heraus. 2:28 (inoffiziell) bestätigten die rasante Leistungsentwicklung der vergangenen Wochen. Mit diesem Vorsprung ging es plötzlich nicht mehr nur noch um Silber. Leonie Kilbert (TF) hatte es als Schlussläuferin mit der Berliner Vorjahresjahrgangsbesten zu tun. Und die zeigte ein Rennen der Sonderklasse. Zu Beginn der letzten Runde betrug der Vorsprung unserer Staffel nur noch 10 m. Auf der Zielgeraden waren dann beide Läuferinnen auf einer Höhe, das bessere Ende hatte dann (verdientermaßen!) doch der OSC. Mit dem Ergebnis war zu rechnen, mit dem knappen Ausgang nicht.

Überraschend war auch die sehr gute Zeit. Um 4 sec verpassten die jungen Damen die deutsche Norm in der nächsthöheren AK U20. 4 sec ist zwar nicht wenig, aber die Athletinnen gehören immerhin noch der U18 an, haben also noch Zeit, sich zu entwickeln.
Wir gratulieren unseren Sportlern. Bereits am 18.05.2019 stehen die nächsten Herausforderungen bevor. Wir drücken ihnen die Daumen.


Reinhard Moegelin