Gerhard-Schlegel-Gedenksportfest 2020


Am ersten Wettkampftag des Gerhard-Schlegel-Gedenksportfests, am 11.01.2020, in der Rudolf-Harbig-Halle, hatten 2 Athleten besonderen Grund zur Freude: Simon Iwanowski schraubte den Clubrekord im Hochsprung für die AKen U18/U20/M auf sagenhafte 1,70 m. Jonas Pietsch verbesserte den 60 m-Rekord der Männer um 3 Hundertstel.

Den Anfang machten die Damen. Nun erstmals im LG NORD-Trikot, begab sich Antonia-Lavinia Marinov auf vollkommen ungewohntes Terrain, also genau das, was sie vorhatte.

Dreisprung ist nun mal eine höchst anspruchsvolle Disziplin. Noch war der Rücken nicht intakt und so war bereits die zweite Hürde zu überwinden. Der 9 m-Absprungbalken erwies sich doch noch zu weit außerhalb des augenblicklichen Leistungsvermögens. Aber Antonia war dicht dran und setzte prophylaktisch 20 cm vor der Grube auf. Mit einem „echten“ Absprung wäre die Landung bei 9,50 gewesen, aber Antonias Vorsichtsmaßnahme war die richtige Entscheidung.

Zeitgleich hatte es Livia Eisenberg erstmals mit einem 60 m-Hürdenlauf zu tun. Noch im Fünferrhythmus, aber sehr anmutig überquerte sie die Hürden, kam jedoch an der 4. Hürde ins Straucheln und erreichte trotzdem eine sehr passable Zeit, nur eine gute halbe Sekunde hinter dem Clubrekord.

Dann kam der große Auftritt von Jonas Pietsch. Nach Umstellung der Lauftechnik kommt er immer schneller daher. Dass es am Ende nur 3 Hundertstel waren, ist zu verschmerzen. Die BBM kommen bald und dann kann Jonas erneut glänzen.

Leider durfte er nicht im Finale starten. Bei der Auslosung des Finalisten unter den zeitgleichen Achten. Hatte Jonas leider kein Glück.

Im Weitsprung lief es für Livia zunächst nicht so berauschend. Die Entscheidung für das richtige Absprungbein nahm ein wenig die Konzentration. Danach lief es dann umso besser. Diesmal traf sie das Brett punktgenau und stellte ihre eigene pBL ein.

Ein sehr guter Start und schnelle erste 100 m, ließen bei Jonas auf eine neue Bestzeit auf der 200 m-Distanz hoffen. Aber bereits in der Kurve deutete sich an, dass 2 Rekorde an einem Tag des Guten zu viel gewesen wären. Eine Zehntel über der eigenen Bestzeit kann sich jedoch sehen lassen.

800 m war Antonia ja bereits in ihrem früheren Verein gelaufen, konnte in der letzten Zeit jedoch kein spezielles Lauftraining absolvieren. So gesehen kann sie mit ihrer Leistung sehr zufrieden sein.

Nicolas Kelm wollte es sich diesmal nicht so schwer machen. Mit der drittbesten 800 m-Zeit „angereist“, wollte er sich im 800 m-Lauf mal nur „ranhängen“. Und dann war die Erste Runde langsamer als in der Vorwoche. Dann noch ein Strauchler und die ersten 400 gingen mit 60 und nicht mit 56 Sekunden weg.

Also hieß es für Nico die letzten beiden Runden Vollgas zu geben. Seinen Lauf hat er sicher gewonnen und war auf den letzten 400 m zwei Sekunden schneller als in der ersten Hälfte, aber das tröstet wenig, wenn die heißersehnte Quali ausbleibt.

Für den Erfahrungsschatz bleibt dieser Lauf jedoch ein wichtiger Baustein. Nico hat nun alles erlebt vom Tempo machen, mitgehen, Rangeleien. Nun ist es Zeit, dass er die Früchte ernten kann. Wir drücken ihm die Daumen und sagen allen Athleten einen herzlichen Glückwunsch


Statistik:


Name

AK

Disziplin

Leistung

Bemerkung

Nicolas Kelm

M

800 m

01:58,50


Livia Eisenberg (U18)

U20

60 m

9,03


Livia Eisenberg

U18

60

11,64

PBL

Livia Eisenberg (U18)

U20

Weitsprung

4,31

PBL eingestellt

Antonia-Lavinia Marinov

U20

800 m

02:39,58


Antonia-Lavinia Marinov

U20

Dreisprung


o. g. V.

Jonas Pietsch

M

60 m

7,54

PBL, CR M

Jonas Pietsch

M

200 m

24,32