Individualsport statt Trainingslager


Eigentlich wollte die U16 in den Osterferien in Zinnowitz ihr Trainingslager abhalten.

Zinnowitz galt über Jahre hinweg als das Traumziel für die Trainingsgruppe. Zweimal verhinderten Baumaßnahmen die Reise, einmal passte der Termin nicht und nun stellte sich Corona den Athleten bereits zum zweiten Mal in den Weg.

Individualtraining hieß das Zauberwort. Die sportlichen Ziele für dieses Jahr waren hoch gesteckt, doch die U16-Athletinnen mussten sich zumeist im Wald bewegen und konnten erst seit dem 1. April wieder etwas Bahnluft schnuppern.

Von den „Leistungskontrollen“ konnte nicht viel erwartet werden, denn wie sollte die Grundlage dafür gelegt worden sein?

Während Ayana Wollburg und Mathilda Brüning sich noch im Aufbau befinden, schleuderte Anna-Sophia van Schewick den 500 g-Speer auf über 22 m. So weit war selbst der leichtere noch nie von ihr geworfen worden. Die weiteren Versuche landeten knapp darunter. Auch die 7,25 m im Kugelstoßen lassen einiges für die Wettkampfsaison erhoffen.

Nina Lüdtke kam bei ihrem „Erstkontakt“ mit der Hochsprunganlage in diesem Jahr in den Bereich ihrer Bestleistungen. Auch der Anlauf für den Weitsprung scheint zu stimmen.

Alissa Eisenberg konnte ihre Hochsprungleistungen aus dem Vorjahr abrufen und sich im Stabhochsprung auf nunmehr über 2 m steigern.

Livia Eisenberg (U18) blieb, handgestoppt zwar, 5 Zehntel unter ihrer bisherigen 100 m-Hürdenbestleistung – und das im Vierer-Rhythmus... 3 m mit und die halbe Höhe ohne Stab konnten sich ebenso sehen lassen.

Alle haben sich besonders bei der Wurftechnik erheblich verbessert, was sich sofort in den Weiten ablesen lässt.

Dass die Laufleistungen noch etwas hinterherhinken, ist aufgrund der Trainingsbelastungen erklärlich. Hinzu kommt, dass das nasse und kalte Wetter nicht gerade leistungsfördernd war/ist und „in lang“ läuft es sich nicht so schnell.

So gesehen geht ein großes Lob an die fleißigen Athletinnen, die auch ohne Betreuung eine überzeugende Performance ablieferten.